Brezelschießen und Jahreskonzert abgesagt

Aufgrund der verlängerten strengen Einschränkungen der Corona-Maßnahmen bis zum 10. Januar 2021 kann das für den 06.01.2021 geplante Neujahrsbrezel-Schießen leider nicht stattfinden und muss deshalb ersatzlos abgesagt werden. Auch das Schützenhaus bleibt in dieser Zeit geschlossen und es findet kein Trainingsbetrieb und auch keine Wettkämpfe statt.
Auch unser musikalischer Betrieb ist auf nahezu Null reduziert, weshalb wir auch unser für den 30.01.2021 geplantes Jahreskonzert ersatzlos absagen müssen.

Corona-Auszeit

Bund und Länder treffen derzeit diverse Maßnahmen um der Corona-Pandemie gegenzusteuern.
Auch wir – der Schützen-Musikverein Kippenheimweiler – werden unseren Beitrag dazu leisten.
Wir werden die Proben bis einschließlich der Osterferien aussetzen. Das Vereinspokal-Schießen am 04.04.2020 wird auf einen noch nicht festgelegten Termin verschoben.
Das geplante Doppelkonzert am 25.04.2020 hat der MV Wittelbach gestern abgesagt.
Ob und wie die Kommunion am 25.04.2020 stattfindet (zu der wir an der Kapelle ein Ständchen spielen), ist derzeit noch nicht bekannt.
Wir wünschen allen eine gesunde Zeit und hoffen, dass wir uns nach dieser außerordentlichen, ungewohnten Zeit gesund und munter wiedersehen.

Bis bald, bleibt gesund

Euer Schützen-Musikverein Kippenheimweiler e.V.

Wenn das Luftschiff abhebt

Schützen-Musikverein Kippenheimweiler befasst sich mit Besonderheiten der Zeitgeschichte.

Ein Bericht der Badischen Zeitung

Autor: Reiner Beschorner

Zu einer musikalischen Zeitreise, beginnend mit Religionsstifter Zarathustra bis zum Kampf gegen das Imperium in den Star-Wars-Filmen, hat das Orchester des Schützen-Musikvereins Kippenheimweiler beim Jahreskonzert am Samstag eingeladen. Der musikalische Leiter Joachim Volk bewies bei der Auswahl der Stücke sein feines Gespür für die Leistungsfähigkeit des Orchesters und die Erwartungen des Publikums.

Startepoche für die Zeitreise war das letzte Jahrhundert vor Christi Geburt, als der persische Religionsstifter Zarathustra dem Zoroastrismus zum Durchbruch verhalf. Unter dem Titel „Zarathustra 2000“ präsentierte das Orchester eine von Michael Jerg zum modernen Rock arrangierte sinfonische Richard-Strauss-Dichtung. Damit wurde deutlich, dass eine Klassik-Rock-Mixtur bei entsprechender Interpretation durchaus harmonisch klingen kann, auch wenn diese mit einem monströsen Paukenschlag beginnt.

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Musikalische Kreuzfahrt

Ein Bericht der Badischen Zeitung

Autor: Reiner Beschorner

Jahreskonzert des Schützen-Musikvereins Kippenheimweiler stand unter besonderem Motto.

Mit seinem Kapitän Joachim Volk und dem ersten Offizier Sandra Hatt auf der Kommandobrücke sowie Chef-Stewardess Verena Dorner am Moderatoren-Mikrofon ist der Schützen-Musikverein beim Jahreskonzert am Samstag durchs Mittelmeer geschippert. Der Kapitän und seine 70-köpfige Crew hatten ihr Publikum zu einer Kreuzfahrt auf dem ausgebuchten Luxus-Liner „MS Wylert“ eingeladen.

Nach dem Kommando „Schiff ahoi“ nahm das Blasorchester mit Beethovens „Türkischer Marsch“ vom Osmanischen Reich aus Kurs auf Ägypten. Thema in der Hafenstadt Alexandria war die von Gerard Boedijn in Blasmusik gefasste Liebesbeziehung zwischen der machthungrigen Pharaonin Cleopatra und dem römischen Kaiser Cäsar. Die ersten abschätzend-taktierenden Blicke sind von den Flöten und Klarinetten, das fordernde Geplänkel des ungleichen Paars von den Posaunen und Tenorhörnern treffend dargestellt und von den Trompeten im Stakkato der Schlagwerke zum Höhepunkt gebracht worden. Mit der dramatischen Ouvertüre „Cäsar und Cleopatra“ haben Dirigent Joachim Volk und seine Musikanten einen ersten Farbtupfer gesetzt.

Ein weiteres Ausrufezeichen ist dem Ensemble mit den von Jan Van der Roost komponierten israelischen Folklore-Songs aus der viersätzigen Suite „Rikudim“ gelungen. Von beschwingt-melancholisch bis schwungvoll-stürmisch bestimmten Flöten, Klarinetten, Saxophone und flüsternde Trompeten im fliegenden Wechsel das Geschehen, das sich durch orientalisch daherkommende Intervalle und Rhythmuswechsel ausgezeichnet hat. Das ausgezeichnet intonierte Stück aus der Blasmusik-Oberstufe hat großen Beifall des Publikums gebracht.

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Gegründet 1924

Ein Bericht der Lahrer Zeitung

Autor: Alexander Bühler

Gegründet wurde der „Schützen-Musikverein Kippenheimweiler“ vor 95 Jahren. Zuvor hatte es bereits einen Kleinkaliberverein gegeben. In ihrer Hauptversammlung 1924 riefen die Schützen dann auch einen Musikverein ins Leben – so entstand der Verein mit dem ungewöhnlichen Doppelnamen, der mit seinen Veranstaltungen aus dem Ortsleben nicht wegzudenken ist.

Das Orchester des Schützen-Musikvereins Kippenheimweiler ist mit den Besuchern seines Jahreskonzerts symbolisch in See gestochen. Das Ensemble um Musikdirektor Joachim Volk unternahm eine musikalische Kreuzfahrt durchs Mittelmeer.

„Ich war einfach begeistert von der Qualität des Dargebotenen. Die Blasmusik war facetten- und abwechslungsreich. Ich bin heute zum Fan des Orchester von Joachim Volk geworden“, sagte Musikfreund Martin Jäger, der aus Schutterwald zum Konzert gekommen war. Der 56-jährige erklärte: „Ich bin selbst Trompeter und gehe zu vielen Blasmusikkonzerten. Heute war ich das erste Mal in Kippenheimweiler.“ Und das Kommen habe sich gelohnt.

In Alexandria vor Anker gegangen

Zum Auftakt des von Verena Dorner unterhaltsam moderierten Konzerts verzauberten die Musiker ihre Zuhörer mit dem türkischen Marsch von Ludwig van Beethoven, ein lebhaftes Stück mit exotischen Elementen und anregendem Rhythmus. Danach führte die Kreuzfahrt nach Ägypten, wo man in der Hafenstadt Alexandria vor Anker ging. Im Stück von Gerard Boedijn ging es um die Liebesaffäre von Cäsar und Cleopatra. Nächste Station war Israel, symbolisiert durch das Stück „Rikudim“ –­ das hebräische Wort für Tanz. Es ist eine viersätzige Suite von Komponist Jan van der Roost mit orientalisch anmutenden Elementen, die das Orchester gefühlvoll darbot. Nachdem in Italien, genau gesagt in Pompeji, Halt gemacht wurde, legten die Musiker eine Pause ein. Später führte die musikalische Kreuzfahrt nach Afrika, symbolisiert durch die „African Symphony“ von Van McCoy.

Von Afrika ging es zurück nach Europa. Beim Titel „Happy Spain“ mit einem glänzenden Solo des Trompeters Reiner Schmidt lag spanisches Temperament in der Luft. Fröhlich ging es weiter an Bord des Wylerter Kreuzfahrtschiffes. Beim Medley „Made in Italy“ führte die Reise die Zuhörer entlang der insgesamt 7600 Kilometer langen italienischen Küste. Der Titel erinnerte an das Wirtschaftswunder, als deutsche Urlauber Ende der 1950er-Jahre in Massen nach Italien reisten.

Die letzte Station eines gelungenen Abends führte nochmals nach Spanien. Mit dem Stück „Pepe“ endete offiziell die musikalische Kreuzfahrt. Als Zugaben spielte das Orchester des Schützen-Musikvereins den Klassiker „Africa“ von Toto, zudem die allen besten bekannte Titelmelodie der Fernsehserie „Das Traumschiff“. Spätestens da gerieten die Besucher ins Träumen vom nächsten Urlaub am Mittelmeer.

Aschenbrödel trifft Max und Moritz

„Märchenhafte Spielereien“ beim Jahreskonzert des Schützen-Musikvereins Kippenheimweiler / Eberhard Roth liest aus Wilhelm Busch.

Ein Bericht der Badischen Zeitung

Autor: Reiner Beschorner

Mit einem Jahreskonzert der etwas anderen Art hat der Schützen-Musikverein sein Publikum am Samstagabend in der voll besetzten Kaiserswaldhalle begeistert. Stadtmusikdirektor Joachim Volk und das Hauptorchester hatten sich unter dem Motto „Märchenhafte Spielereien“ neben Musicals und klassischer Blasmusik vor allem der Zauberei gewidmet und mit vertonten Märchen beim Publikum Kindheitserinnerungen wachgerufen.

Mit Tschaikowskys „Nussknacker“ – der wohl weltweit bekanntesten Ballettmusik – hat das Orchester zum Auftakt einen Konzertabend der Extraklasse versprochen, was sich im Laufe der knapp zweistündigen Veranstaltung bestätigen sollte. Nach dem vertonten Kampf zwischen dem Nussknacker und einem Mäusekönig unternahmen die Schützen-Musiker mit dem Satz „Allegro con spirito“ des von Kees Vlak komponierten Klarinettenstücks Concerto clarinetto einen kurzen Abstecher in die klassische Blasmusik. Lena Weber zeigte in ihrem lupenrein intonierten Klarinettensolo, dass sie ihr Instrument aus dem Eff-eff beherrscht.

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