Gegründet 1924

Ein Bericht der Lahrer Zeitung

Autor: Alexander Bühler

Gegründet wurde der „Schützen-Musikverein Kippenheimweiler“ vor 95 Jahren. Zuvor hatte es bereits einen Kleinkaliberverein gegeben. In ihrer Hauptversammlung 1924 riefen die Schützen dann auch einen Musikverein ins Leben – so entstand der Verein mit dem ungewöhnlichen Doppelnamen, der mit seinen Veranstaltungen aus dem Ortsleben nicht wegzudenken ist.

Das Orchester des Schützen-Musikvereins Kippenheimweiler ist mit den Besuchern seines Jahreskonzerts symbolisch in See gestochen. Das Ensemble um Musikdirektor Joachim Volk unternahm eine musikalische Kreuzfahrt durchs Mittelmeer.

„Ich war einfach begeistert von der Qualität des Dargebotenen. Die Blasmusik war facetten- und abwechslungsreich. Ich bin heute zum Fan des Orchester von Joachim Volk geworden“, sagte Musikfreund Martin Jäger, der aus Schutterwald zum Konzert gekommen war. Der 56-jährige erklärte: „Ich bin selbst Trompeter und gehe zu vielen Blasmusikkonzerten. Heute war ich das erste Mal in Kippenheimweiler.“ Und das Kommen habe sich gelohnt.

In Alexandria vor Anker gegangen

Zum Auftakt des von Verena Dorner unterhaltsam moderierten Konzerts verzauberten die Musiker ihre Zuhörer mit dem türkischen Marsch von Ludwig van Beethoven, ein lebhaftes Stück mit exotischen Elementen und anregendem Rhythmus. Danach führte die Kreuzfahrt nach Ägypten, wo man in der Hafenstadt Alexandria vor Anker ging. Im Stück von Gerard Boedijn ging es um die Liebesaffäre von Cäsar und Cleopatra. Nächste Station war Israel, symbolisiert durch das Stück „Rikudim“ –­ das hebräische Wort für Tanz. Es ist eine viersätzige Suite von Komponist Jan van der Roost mit orientalisch anmutenden Elementen, die das Orchester gefühlvoll darbot. Nachdem in Italien, genau gesagt in Pompeji, Halt gemacht wurde, legten die Musiker eine Pause ein. Später führte die musikalische Kreuzfahrt nach Afrika, symbolisiert durch die „African Symphony“ von Van McCoy.

Von Afrika ging es zurück nach Europa. Beim Titel „Happy Spain“ mit einem glänzenden Solo des Trompeters Reiner Schmidt lag spanisches Temperament in der Luft. Fröhlich ging es weiter an Bord des Wylerter Kreuzfahrtschiffes. Beim Medley „Made in Italy“ führte die Reise die Zuhörer entlang der insgesamt 7600 Kilometer langen italienischen Küste. Der Titel erinnerte an das Wirtschaftswunder, als deutsche Urlauber Ende der 1950er-Jahre in Massen nach Italien reisten.

Die letzte Station eines gelungenen Abends führte nochmals nach Spanien. Mit dem Stück „Pepe“ endete offiziell die musikalische Kreuzfahrt. Als Zugaben spielte das Orchester des Schützen-Musikvereins den Klassiker „Africa“ von Toto, zudem die allen besten bekannte Titelmelodie der Fernsehserie „Das Traumschiff“. Spätestens da gerieten die Besucher ins Träumen vom nächsten Urlaub am Mittelmeer.

Musik auf gleich vier Bühnen

Beim Lichterfest am Samstag, 1. Juli, ab 18 Uhr im Stadtpark ist auch für die musikalische Unterhaltung gesorgt.. Eine Bühne gehört der Blasmusik: Dort spielen Kapellen aus Kippenheimweiler, Altschweier und Pfaffenweiler.

Mehr als 13 000 Becherlichter, kilometerlange Lichterketten, viele bunte Lampions, Musik von vier Bühnen und ein Musikfeuerwerk am Seerosenteich sind alle zwei Jahre die Erfolgsgaranten des Lichterfests im Lahrer Stadtpark. Die Stadtkapelle Lahr veranstaltet das Lichterfest in Zusammenarbeit mit der „Lahrer Zeitung“ und der Stadt Lahr. Beginn ist um 18 Uhr, Einlass um 17 Uhr. Auf gleich vier Bühnen werden bei der Großveranstaltung musikalische Akzente gesetzt. „Jimmy’s Soul Attack“ spielt auf der Hauptbühne auf der großen Wiese. Im Musikpavillon tritt die Jazz-Formation „Redhouse Hot Six“ auf.

Bei der Villa Jamm zündet ein südamerikanisches Feuerwerk mit der „Rumbaley Band“ und „El Menjunje“. Showeinlagen gibt es von Any Bahia und dem Salsa-Club Lahr. Im Vorprogramm spielen mit „Street 30“ und „Blue Stripes“ zwei Nachwuchsbands der Städtischen Musikschule sowie die Big Band des Lahrer Clara-Schumann-Gymnasiums.

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Maiwecken 2017

Auch in diesem Jahr durften wir am 1. Mai wie gewohnt mit Musik durch die Straßen ziehen und den Mai (und den ein oder anderen Einwohner) wecken. Wir hoffen Sie haben es genauso genossen wie wir und vielen herzlichen Dank an die zahlreichen Zwischenstopps, die uns mit dem ein oder anderen Gläschen oder etwas zu Essen beglückt hat.

Bis bald,

Euer Schützen-Musikverein Kippenheimweiler e.V.

Maiwecken 2016

Auch in diesem Jahr durften wir am 1. Mai wie gewohnt mit Musik durch die Straßen ziehen und den Mai (und den ein oder anderen Einwohner) wecken. Wir hoffen Sie haben es genauso genossen wie wir und vielen herzlichen Dank an die zahlreichen Zwischenstopps, die uns mit dem ein oder anderen Gläschen oder etwas zu Essen beglückt haben.

Bis bald,

Euer Schützen-Musikverein Kippenheimweiler e.V.

Begeisterndes Konzert zum Jubiläum

Ein Bericht der Lahrer Zeitung

Autor: Christine Breuer

Mit einem Musikabend in der Kaiserswaldhalle haben die Wylerter am Samstag die Veranstaltungsreihe im Jubiläumsjahr fortgesetzt. Auf der Bühne standen insgesamt 115 Sänger und Musiker, die beim gemeinsamen Finale für Gänsehaut sorgten.

Jeder 17. Wylerter, so berichtete Moderator Friedhelm Roth, stand beim großen Abschluss auf respektive vor der Bühne. Denn allein die 45 Musiker des Schützen-Musikvereins hatten gerade mal genügend Platz auf dem Podium.

Eines vorneweg: Die drei Chöre, die sich zusammengetan haben, sollten zusammenbleiben oder sich zumindest zu verschiedenen Gelegenheiten zusammentun. Für den Musikabend hatten sich der Männergesangverein „Sängerrunde“, der evangelische Kirchenchor und ein eigens gegründeter Projektchor unter der Leitung von Manfred Gießler zu einer großen Gesangsgruppe vereint und in sechsmonatiger Probezeit zu einer Homogenität gefunden, die sich hören lassen kann. Wenn sich dieses 70-köpfige Ensemble dann noch mit dem Musikverein zusammenschließt, hat Kippenheimweiler eine Musikgruppe, die großes Potenzial birgt. Von spirituell und klassisch über traditionell bis zur modernen Musik reichte das Spektrum, das die Sänger und Musiker an diesem Abend abgedeckt haben. Eben passend zum Anlass, der 650-Jahr–Feier. Und dafür haben sie sogar englische, italienische und lateinische Texte gelernt.

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Nachwuchsmusiker zeigen ihr Können

Ein Bericht der Lahrer Zeitung

Autor: Silke Heist

Mit einem abwechslungsreichen Programm hat das Jugendorchester unter ihrem neuen Dirigenten Fabian Singler die Zuhörer in der Kaiserswaldhalle überzeugt. Die jungen Musiker präsentierten unter anderem Filmmelodien wie zum zum Beispiel „Skyfall“ aus dem James-Bond-Film, „Fluch der Karibik“ oder „Rocky 3 – Eye of the tiger“ einwandfrei.

Doch auch Chartstürmer wie „Mamma Mia“ und „Dancing Queen“ von „Abba“ meisterten die Jungmusiker problemlos. A Weich führende Saxofone und Klarinetten, überzeugende Trompeten, Posaunen und Tenorhörner, klare Querflötenklänge und mitreißende Schlagzeuge begeisterten das zahlreiche Publikum, das sich erst nach mehreren Zugaben zufrieden gab.

Voller Stolz kommentierten Musiker und Dirigent das Konzert als einen „gelungenen Abend“, an dem alles geklappt hat und bei dem die Freude am Musizieren vermittelt werden konnte – alles im Hinblick auf eine wegen des Dirigentenwechsels knappe und dadurch aufregende Vorbereitungszeit von sieben Monaten. „Ich habe das Orchester in gute Hände übergeben“ sagte der ehemalige Dirigent Thomas Hertenstein.

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