Wylerter Schopffest löst das Dorffest ab

Ein Bericht der Lahrer Zeitung

Autor: red/sm

Das Wylerter Dorffest im vergangenen Jahr war erklärtermaßen das letzte seiner Art. Nachdem der Verein für Heimatpflege und Ortsgeschichte Kippenheimweiler einen Schopf aus dem Jahr 1802 erfolgreich vor dem Abriss bewahrt und auf der Wiese hinter der Kaiserswaldhalle wieder aufgebaut hat, nutzt die Vereinsgemeinschaft nun die Einweihung des Wylerter Schopf als Gelegenheit, ein neues gemeinsames Fest aus der Taufe zu heben.

So findet dieses Jahr vom 12 bis 14. Juli erstmals das „Wylerter Schopffest“ statt. Es beginnt am Freitag mit der offiziellen Einweihung des neu errichteten Schopfes mit kurzweiligen Einlagen der Theatergruppe und des Schützen-Musikvereins. Im Anschluss sorgt DJ Kasi für Unterhaltung. Am Samstag wird die Veranstaltung am frühen Nachmittag mit Präsentationen und Führungen zum Schopf und rund um altes Handwerk fortgesetzt. Gleichzeitig feiert die Elisabeth-Walter-Schule ihr 50-jähriges Bestehen. Am Abend unterhält die Live-Band „On Air“ mit Tanzmusik. Am Sonntag Vormittag wird unter Mitwirkung der Sängerrunde ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert, dem das „Hochzeitsmahl im Schopf anno 1802“ folgt. Am Sonntag Nachmittag klingt die Veranstaltung aus.

Über alle drei Tage bewirten die Wylerter Vereine in gewohnt vielfältiger Weise. Der Ausschank der Getränke erfolgt erstmalig gemeinschaftlich durch die Vereinsgemeinschaft. So soll dieses neue „Wylerter Schopffest“ nicht nur ein Treffpunkt für alle Gäste aus nah und fern sein, sondern auch den eigenen Vereinsmitgliedern Gelegenheit bieten, das Wochenende mit Freude zu genießen, so die Vereinsgemeinschaft.

Schützen-Musikverein steht ohne Vorsitzende da

Ein Bericht der Lahrer Zeitung

Autor: Alexander Bühler

Bei der Hauptversammlung des Schützen-Musikvereins Kippenheimweiler im Schützenhaus konnte kein Nachfolger für die zurückgetretene Vorsitzende Sandra Hatt gefunden werden. Nach vier Jahren Amtszeit wurde sie von den Mitgliedern gebührend verabschiedet.

In ihrem Rechenschaftsbericht hatte Sandra Hatt angekündigt, dass sie aus rein privaten Gründen nicht mehr kandidiert. Sie erinnerte daran, dass in den vergangenen zwei Jahren Routine bei den Veranstaltungen eingekehrt sei. Sie erinnerte an den Wiesenhock, der bei den Besuchern sehr angekommen wäre. Einzig allein beklagte Hatt, dass es bei Veranstaltungen an Helfern fehle.

Hatt wurde von ihrem Stellvertreter Andreas Stefan verabschiedet. 1987 moderierte sie zum ersten Mal das Jahreskonzert. 1991 wurde Hatt Beisitzerin, 2015 wurde sie zur Vorsitzenden gewählt. Als Dankeschön erhielt sie einen Gutschein im „Schwarzwälder Hof“ in Seelbach.

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Schwindende Mitgliederzahlen bereiten Kopfzerbrechen

Ein Bericht der Lahrer Zeitung

In ihrem Rechenschaftsbericht, erklärte Verena Dorner als Jugendleiterin des Musik- und Schützenvereins: „Vor zwei Jahren habe ich dieses Amt übernommen, seither habe ich zusammen mit meinem Team tolle Erfahrungen machen dürfen.“ Weiter betonte sie: „In meiner Amtszeit konnten wir viele Herausforderungen gemeinsam lösen.“ In der Versammlung sprach die Jugendleiterin das Problem der schwindenden Anzahl von Jungmusikern an.

Aktuell bestehe die Jugendabteilung des Musik- und Schützenvereins aus 37 Mitgliedern. Diese Anzahl, so Verena Dorner, reiche nicht aus, um ein eigenes Jugendorchester auf die Beine stellen zu können. Deshalb besuchten drei der Jungmusiker das Anfängerorchester von Margot Volk. Ihr Mann Joachim Volk ist Dirigent des Hauptorchesters des Schützen-Musikvereins Kippenheimweiler. Aufgrund des Problems fehlender Jungmusiker müsse, so Verena Dorner, ein großes Augenmerk auf die Nachwuchsarbeit gesetzt werden. „Es liegt an uns intensiv Werbung zu machen und somit Kindern das Musizieren näher zu bringen. Wir hoffen darauf, dass doch wieder mehr Kinder den Anreiz finden, ein Instrument zu erlernen und den Spaß daran nicht zu verlieren.“

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Musikalische Kreuzfahrt

Ein Bericht der Badischen Zeitung

Autor: Reiner Beschorner

Jahreskonzert des Schützen-Musikvereins Kippenheimweiler stand unter besonderem Motto.

Mit seinem Kapitän Joachim Volk und dem ersten Offizier Sandra Hatt auf der Kommandobrücke sowie Chef-Stewardess Verena Dorner am Moderatoren-Mikrofon ist der Schützen-Musikverein beim Jahreskonzert am Samstag durchs Mittelmeer geschippert. Der Kapitän und seine 70-köpfige Crew hatten ihr Publikum zu einer Kreuzfahrt auf dem ausgebuchten Luxus-Liner „MS Wylert“ eingeladen.

Nach dem Kommando „Schiff ahoi“ nahm das Blasorchester mit Beethovens „Türkischer Marsch“ vom Osmanischen Reich aus Kurs auf Ägypten. Thema in der Hafenstadt Alexandria war die von Gerard Boedijn in Blasmusik gefasste Liebesbeziehung zwischen der machthungrigen Pharaonin Cleopatra und dem römischen Kaiser Cäsar. Die ersten abschätzend-taktierenden Blicke sind von den Flöten und Klarinetten, das fordernde Geplänkel des ungleichen Paars von den Posaunen und Tenorhörnern treffend dargestellt und von den Trompeten im Stakkato der Schlagwerke zum Höhepunkt gebracht worden. Mit der dramatischen Ouvertüre „Cäsar und Cleopatra“ haben Dirigent Joachim Volk und seine Musikanten einen ersten Farbtupfer gesetzt.

Ein weiteres Ausrufezeichen ist dem Ensemble mit den von Jan Van der Roost komponierten israelischen Folklore-Songs aus der viersätzigen Suite „Rikudim“ gelungen. Von beschwingt-melancholisch bis schwungvoll-stürmisch bestimmten Flöten, Klarinetten, Saxophone und flüsternde Trompeten im fliegenden Wechsel das Geschehen, das sich durch orientalisch daherkommende Intervalle und Rhythmuswechsel ausgezeichnet hat. Das ausgezeichnet intonierte Stück aus der Blasmusik-Oberstufe hat großen Beifall des Publikums gebracht.

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Gegründet 1924

Ein Bericht der Lahrer Zeitung

Autor: Alexander Bühler

Gegründet wurde der „Schützen-Musikverein Kippenheimweiler“ vor 95 Jahren. Zuvor hatte es bereits einen Kleinkaliberverein gegeben. In ihrer Hauptversammlung 1924 riefen die Schützen dann auch einen Musikverein ins Leben – so entstand der Verein mit dem ungewöhnlichen Doppelnamen, der mit seinen Veranstaltungen aus dem Ortsleben nicht wegzudenken ist.

Das Orchester des Schützen-Musikvereins Kippenheimweiler ist mit den Besuchern seines Jahreskonzerts symbolisch in See gestochen. Das Ensemble um Musikdirektor Joachim Volk unternahm eine musikalische Kreuzfahrt durchs Mittelmeer.

„Ich war einfach begeistert von der Qualität des Dargebotenen. Die Blasmusik war facetten- und abwechslungsreich. Ich bin heute zum Fan des Orchester von Joachim Volk geworden“, sagte Musikfreund Martin Jäger, der aus Schutterwald zum Konzert gekommen war. Der 56-jährige erklärte: „Ich bin selbst Trompeter und gehe zu vielen Blasmusikkonzerten. Heute war ich das erste Mal in Kippenheimweiler.“ Und das Kommen habe sich gelohnt.

In Alexandria vor Anker gegangen

Zum Auftakt des von Verena Dorner unterhaltsam moderierten Konzerts verzauberten die Musiker ihre Zuhörer mit dem türkischen Marsch von Ludwig van Beethoven, ein lebhaftes Stück mit exotischen Elementen und anregendem Rhythmus. Danach führte die Kreuzfahrt nach Ägypten, wo man in der Hafenstadt Alexandria vor Anker ging. Im Stück von Gerard Boedijn ging es um die Liebesaffäre von Cäsar und Cleopatra. Nächste Station war Israel, symbolisiert durch das Stück „Rikudim“ –­ das hebräische Wort für Tanz. Es ist eine viersätzige Suite von Komponist Jan van der Roost mit orientalisch anmutenden Elementen, die das Orchester gefühlvoll darbot. Nachdem in Italien, genau gesagt in Pompeji, Halt gemacht wurde, legten die Musiker eine Pause ein. Später führte die musikalische Kreuzfahrt nach Afrika, symbolisiert durch die „African Symphony“ von Van McCoy.

Von Afrika ging es zurück nach Europa. Beim Titel „Happy Spain“ mit einem glänzenden Solo des Trompeters Reiner Schmidt lag spanisches Temperament in der Luft. Fröhlich ging es weiter an Bord des Wylerter Kreuzfahrtschiffes. Beim Medley „Made in Italy“ führte die Reise die Zuhörer entlang der insgesamt 7600 Kilometer langen italienischen Küste. Der Titel erinnerte an das Wirtschaftswunder, als deutsche Urlauber Ende der 1950er-Jahre in Massen nach Italien reisten.

Die letzte Station eines gelungenen Abends führte nochmals nach Spanien. Mit dem Stück „Pepe“ endete offiziell die musikalische Kreuzfahrt. Als Zugaben spielte das Orchester des Schützen-Musikvereins den Klassiker „Africa“ von Toto, zudem die allen besten bekannte Titelmelodie der Fernsehserie „Das Traumschiff“. Spätestens da gerieten die Besucher ins Träumen vom nächsten Urlaub am Mittelmeer.

Albert Hurst verteidigt seinen Königstitel

Ein Bericht der Lahrer Zeitung

Der alte König ist auch der neue: Albert Hurst hat beim Königsschießen des Schützen-Musikvereins Kippenheimweiler seinen Titel verteidigen können. Er setzte sich gegen 13 Teilnehmer durch.

Hurst eröffnete auch das Vereinskönigsschießen, wie es in einer Mitteilung heißt. Mit dem neunten Schuss konnte die Musikerin Nadja Baier die Krone abschießen. Mit dem 17. Schuss fiel das Zepter durch Rudi Korobka, der auch den Reichsapfel mit dem 28. Schuss abschoss. Danach waren die Flügel dran. Den letzten Teil des rechten Flügels traf mit dem 53. Schuss erneut ein Musiker, und zwar Marco Hertenstein. Den letzten Teil des linken Flügels schoss Eberhard Sleifir mit dem 81. Schuss ab. Weitere 21 Schuss waren auf den Kopf notwendig, den Ernst Heck vollends abräumte.

Auf den Rumpf vom Königsvogel waren dann nur noch weitere 87 Schuss notwendig. Zunächst zeigte sich der Rumpf des Vogels recht widerstandsfähig und es sah nicht danach aus, dass er schnell fallen würde. Als dann aber der amtierende Schützenkönig Albert Hurst an der Reihe war, gelang es ihm mit einem gut gezielten Schuss den Rumpf des Königsvogels an einer empfindlichen Stelle zu treffen und zu aller Überraschung fiel der ganze restliche Teil herunter. Somit wurde er erneut Schützenkönig.