Probenbetrieb darf wieder starten

Nach 3-monatiger Pause dürfen wir seit dem 18.06. endlich wieder unsere Proben, unter Einhaltung aller geltender Abstands- und Hygienevorschriften, aufnehmen.
Für den 24.07. hatten wir unseren mittlerweile traditionellen Dämmerschoppen geplant. Wir haben lange gehofft, dass wir ihn in irgendeiner Form durchführen können – und bereits darauf hin geprobt.
Leider mussten wir nun aber feststellen, dass wir die geltende Corona-Verordnung und die damit verbundenen Maßnahmen nicht mit vertretbarem Aufwand umsetzen können. Aus diesem Grund müssen wir, wie bereits den Wiesenhock im Mai und das Schopffest im Juni, nun auch den Dämmerschoppen am 24.07. absagen.
Aber wir sind nicht ganz von der Bildfläche verschwunden. Am Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Waldmann am Sonntag, den 19.07. um 10:30 Uhr an der Kaiserswaldhalle werden wir einen musikalischen Beitrag leisten und am Sonntag den 26.07. gegen 15:30 Uhr werden wir die Kommunions-Kinder in Wylert an der Kapelle musikalisch wilkommen heißen.
Wir freuen uns auf euren Applaus!

Des Weiteren werden auch unsere Proben fortgesetzt, mit dem Ziel, das Jahreskonzert Anfang 2021 durchführen zu können.

Bis bald, bleibt gesund

Euer Schützen-Musikverein Kippenheimweiler e.V.

Maiwecken 2020

Auch wenn wir in diesem Jahr am 1. Mai leider nicht wie gewohnt mit Musik durch die Straßen ziehen können, so möchten wir dennoch einen musikalischen Gruß an Euch richten. Darum haben wir (jeder von Zuhause aus) „Der Mai ist gekommen“ eingespielt und in einem Video zusammen geschnitten. Wir hoffen, dass wir uns alle bald gesund und munter wiedersehen und wieder zahlreiche gesellige, musikalische Stunden miteinander verbringen
können.

Bis bald, bleibt gesund

Euer Schützen-Musikverein Kippenheimweiler e.V.

Wenn das Luftschiff abhebt

Schützen-Musikverein Kippenheimweiler befasst sich mit Besonderheiten der Zeitgeschichte.

Ein Bericht der Badischen Zeitung

Autor: Reiner Beschorner

Zu einer musikalischen Zeitreise, beginnend mit Religionsstifter Zarathustra bis zum Kampf gegen das Imperium in den Star-Wars-Filmen, hat das Orchester des Schützen-Musikvereins Kippenheimweiler beim Jahreskonzert am Samstag eingeladen. Der musikalische Leiter Joachim Volk bewies bei der Auswahl der Stücke sein feines Gespür für die Leistungsfähigkeit des Orchesters und die Erwartungen des Publikums.

Startepoche für die Zeitreise war das letzte Jahrhundert vor Christi Geburt, als der persische Religionsstifter Zarathustra dem Zoroastrismus zum Durchbruch verhalf. Unter dem Titel „Zarathustra 2000“ präsentierte das Orchester eine von Michael Jerg zum modernen Rock arrangierte sinfonische Richard-Strauss-Dichtung. Damit wurde deutlich, dass eine Klassik-Rock-Mixtur bei entsprechender Interpretation durchaus harmonisch klingen kann, auch wenn diese mit einem monströsen Paukenschlag beginnt.

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Musikalische Kreuzfahrt

Ein Bericht der Badischen Zeitung

Autor: Reiner Beschorner

Jahreskonzert des Schützen-Musikvereins Kippenheimweiler stand unter besonderem Motto.

Mit seinem Kapitän Joachim Volk und dem ersten Offizier Sandra Hatt auf der Kommandobrücke sowie Chef-Stewardess Verena Dorner am Moderatoren-Mikrofon ist der Schützen-Musikverein beim Jahreskonzert am Samstag durchs Mittelmeer geschippert. Der Kapitän und seine 70-köpfige Crew hatten ihr Publikum zu einer Kreuzfahrt auf dem ausgebuchten Luxus-Liner „MS Wylert“ eingeladen.

Nach dem Kommando „Schiff ahoi“ nahm das Blasorchester mit Beethovens „Türkischer Marsch“ vom Osmanischen Reich aus Kurs auf Ägypten. Thema in der Hafenstadt Alexandria war die von Gerard Boedijn in Blasmusik gefasste Liebesbeziehung zwischen der machthungrigen Pharaonin Cleopatra und dem römischen Kaiser Cäsar. Die ersten abschätzend-taktierenden Blicke sind von den Flöten und Klarinetten, das fordernde Geplänkel des ungleichen Paars von den Posaunen und Tenorhörnern treffend dargestellt und von den Trompeten im Stakkato der Schlagwerke zum Höhepunkt gebracht worden. Mit der dramatischen Ouvertüre „Cäsar und Cleopatra“ haben Dirigent Joachim Volk und seine Musikanten einen ersten Farbtupfer gesetzt.

Ein weiteres Ausrufezeichen ist dem Ensemble mit den von Jan Van der Roost komponierten israelischen Folklore-Songs aus der viersätzigen Suite „Rikudim“ gelungen. Von beschwingt-melancholisch bis schwungvoll-stürmisch bestimmten Flöten, Klarinetten, Saxophone und flüsternde Trompeten im fliegenden Wechsel das Geschehen, das sich durch orientalisch daherkommende Intervalle und Rhythmuswechsel ausgezeichnet hat. Das ausgezeichnet intonierte Stück aus der Blasmusik-Oberstufe hat großen Beifall des Publikums gebracht.

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Gegründet 1924

Ein Bericht der Lahrer Zeitung

Autor: Alexander Bühler

Gegründet wurde der „Schützen-Musikverein Kippenheimweiler“ vor 95 Jahren. Zuvor hatte es bereits einen Kleinkaliberverein gegeben. In ihrer Hauptversammlung 1924 riefen die Schützen dann auch einen Musikverein ins Leben – so entstand der Verein mit dem ungewöhnlichen Doppelnamen, der mit seinen Veranstaltungen aus dem Ortsleben nicht wegzudenken ist.

Das Orchester des Schützen-Musikvereins Kippenheimweiler ist mit den Besuchern seines Jahreskonzerts symbolisch in See gestochen. Das Ensemble um Musikdirektor Joachim Volk unternahm eine musikalische Kreuzfahrt durchs Mittelmeer.

„Ich war einfach begeistert von der Qualität des Dargebotenen. Die Blasmusik war facetten- und abwechslungsreich. Ich bin heute zum Fan des Orchester von Joachim Volk geworden“, sagte Musikfreund Martin Jäger, der aus Schutterwald zum Konzert gekommen war. Der 56-jährige erklärte: „Ich bin selbst Trompeter und gehe zu vielen Blasmusikkonzerten. Heute war ich das erste Mal in Kippenheimweiler.“ Und das Kommen habe sich gelohnt.

In Alexandria vor Anker gegangen

Zum Auftakt des von Verena Dorner unterhaltsam moderierten Konzerts verzauberten die Musiker ihre Zuhörer mit dem türkischen Marsch von Ludwig van Beethoven, ein lebhaftes Stück mit exotischen Elementen und anregendem Rhythmus. Danach führte die Kreuzfahrt nach Ägypten, wo man in der Hafenstadt Alexandria vor Anker ging. Im Stück von Gerard Boedijn ging es um die Liebesaffäre von Cäsar und Cleopatra. Nächste Station war Israel, symbolisiert durch das Stück „Rikudim“ –­ das hebräische Wort für Tanz. Es ist eine viersätzige Suite von Komponist Jan van der Roost mit orientalisch anmutenden Elementen, die das Orchester gefühlvoll darbot. Nachdem in Italien, genau gesagt in Pompeji, Halt gemacht wurde, legten die Musiker eine Pause ein. Später führte die musikalische Kreuzfahrt nach Afrika, symbolisiert durch die „African Symphony“ von Van McCoy.

Von Afrika ging es zurück nach Europa. Beim Titel „Happy Spain“ mit einem glänzenden Solo des Trompeters Reiner Schmidt lag spanisches Temperament in der Luft. Fröhlich ging es weiter an Bord des Wylerter Kreuzfahrtschiffes. Beim Medley „Made in Italy“ führte die Reise die Zuhörer entlang der insgesamt 7600 Kilometer langen italienischen Küste. Der Titel erinnerte an das Wirtschaftswunder, als deutsche Urlauber Ende der 1950er-Jahre in Massen nach Italien reisten.

Die letzte Station eines gelungenen Abends führte nochmals nach Spanien. Mit dem Stück „Pepe“ endete offiziell die musikalische Kreuzfahrt. Als Zugaben spielte das Orchester des Schützen-Musikvereins den Klassiker „Africa“ von Toto, zudem die allen besten bekannte Titelmelodie der Fernsehserie „Das Traumschiff“. Spätestens da gerieten die Besucher ins Träumen vom nächsten Urlaub am Mittelmeer.

Musikalische Märchenreise

Ein Bericht der Lahrer Zeitung

Autor: Alexander Bühler

Mein Orchester war heute in Topform. Ich war begeistert von der Konzentration meiner Musiker“, sagte Musikdirektor Joachim Volk nach dem fabelhaften Auftritt seiner rund 40 Musiker am Samstagabend in der Kaiserswaldhalle. Das Jahreskonzert des Schützenmusikverein, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Märchenhafte Spielereien“.

Mit dem ersten Stück aus Tschaikowskys Ballett „Nussknacker“ startete das Ensemble in einen unterhaltsamen Abend. Einen Abstecher in die Welt der klassischen Musik machte das Orchester beim Klarinettenkonzert aus der Feder von Kees Vlak. Dabei begeisterte Lena Weber, mit einem Solo an der Klarinette. Der erste Satz im „Allegro con spirito“ lebte vom kontrastreichen Hauptthema, von Fantasie und Reprise.

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